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ibau-Alternative: Was Bauhandwerksbetriebe stattdessen nutzen können

ibau im ehrlichen Vergleich mit Vergabescanner und weiteren Alternativen: Projektfrüherkennung gegen belegte KI-Analyse und Kalkulation, Preise, Vertragsbindung und für wen welches Werkzeug passt.

ibau gehört zu den ältesten Informationsdiensten für die Bauwirtschaft in Deutschland und ist für viele Betriebe seit Jahrzehnten gesetzt. Trotzdem suchen gerade kleinere und mittlere Bauhandwerksbetriebe nach einer ibau-Alternative: weil sie kein Vertriebsinstrument brauchen, sondern ein Werkzeug für die Angebotsphase, weil sie den Preis vor der ersten Präsentation kennen wollen, oder weil sie nach dem Finden einer Ausschreibung nicht mit einem PDF allein dastehen möchten. Dieser Artikel vergleicht ehrlich, mit klarer Ansage, für wen ibau die bessere Wahl bleibt.

ibau (seit 1957) verfolgt Bauprojekte ab der Planungsphase, also bevor eine Ausschreibung überhaupt veröffentlicht ist, und das für öffentliche wie für private Vorhaben. Laut Anbieter arbeiten 145 Rechercheure mit KI-Unterstützung an der Marktbeobachtung; die Plattform „ibau Xplorer“ liefert Projektbeschreibungen mit Größe, Baubeginn und Ort sowie Entscheiderkontakte bei Planern, Investoren und Kommunen. Das Ziel ist Akquise: mit dem Bauherrn im Gespräch sein, bevor der Wettbewerb beginnt.

Alle Angaben zu ibau, DTAD und weiteren Anbietern stammen von deren öffentlichen Websites und AGB (Stand Juli 2026, geprüft im September 2026) und können sich ändern. Preise nennen wir nur, wo der Anbieter sie selbst veröffentlicht.

Warum Betriebe nach einer ibau-Alternative suchen

Aus den öffentlich einsehbaren Produktdaten und aus Gesprächen mit Handwerksbetrieben lassen sich drei Gründe erkennen:

1. Vertriebswerkzeug statt Bieterwerkzeug. ibau ist darauf ausgelegt, Projekte früh zu erkennen und Kontakte zu liefern. Das ist wertvoll für Betriebe mit eigenem Vertrieb, die Bauherren aktiv ansprechen. Ein Trockenbau- oder SHK-Betrieb, der auf veröffentlichte Ausschreibungen bietet, braucht etwas anderes: die Unterlagen lesen, die Positionen kalkulieren, fristgerecht abgeben. Dafür bietet ibau nach eigener Darstellung weder eine Dokumenten-KI noch eine Kalkulation.

2. Preis erst nach Präsentation. ibau nennt keine Preise auf der Website; ein Angebot gibt es nach einem Beratungsgespräch. Wer erst einmal testen will, ob ein Recherchedienst für den eigenen Betrieb überhaupt trägt, findet keinen Einstieg ohne Termin.

3. Nach dem Finden beginnt die Arbeit. Ein Projekthinweis ist noch kein Angebot. Das Leistungsverzeichnis muss beschafft, gelesen und Position für Position bepreist werden. Bei 150 Positionen ist das ein Arbeitstag, und jeder Fehler beim Übertragen der Mengen kostet Geld. Genau an dieser Stelle hört ibau auf.

Vergabescanner als Alternative für das Bauhandwerk

Vergabescanner setzt dort an, wo Recherchedienste aufhören. Die integrierte Suche listet aktuell über 40.000 Ausschreibungen aus Bund, Ländern und Kommunen (Stand September 2026), filterbar nach Gewerk, Quelle und Region mit PLZ-Umkreis. Der Unterschied liegt danach: Die KI liest das Leistungsverzeichnis ein, ob als GAEB-Datei (X81, X83, X84, X86) oder als PDF, auch gescannt, extrahiert jede Position mit Menge und Einheit, beantwortet die Pflichtfragen vor der Angebotsabgabe (Eignung, Ausschlusskriterien, Fristen, Risiken) und erstellt eine Vorkalkulation aus Material, Lohnzeit und Nebenleistung auf Basis gewerkspezifischer Preisprofile. Jede Aussage trägt einen Quellenverweis auf Dokument und Seite, damit der Kalkulator die Vorarbeit fachlich prüfen kann, statt sie glauben zu müssen.

Die KI-Verarbeitung läuft ausschließlich in der EU, das Hosting in Deutschland. Der Free-Tarif kostet nichts, braucht keine Zahlungsdaten und enthält eine vollständige Analyse pro Monat; eine Einzelanalyse gibt es für 14,99 € ohne Abo, der Starter-Tarif liegt bei 79 € im Monat.

ibau und Vergabescanner im Vergleich

KriteriumibauVergabescanner
AnsatzProjektfrüherkennung ab Planungsphase, EntscheiderkontakteVeröffentlichte Ausschreibungen finden, analysieren, kalkulieren
ZielgruppeBau, Vertrieb und Akquise, auch private VorhabenBauhandwerks- und Baubetriebe (20 Gewerke), Bieter auf öffentliche Vergaben
AusschreibungssucheJa, mit Recherche-Team (lt. Anbieter 145 Rechercheure)Ja, Bund, Länder und Kommunen; Gewerk, Quelle, PLZ-Umkreis
Private BauvorhabenJaNein
EntscheiderkontakteJaNein
KI-DokumentenanalyseNicht beworbenJa, mit Quellenverweis je Aussage
KalkulationNeinEigene Vorkalkulation je Position (Material, Lohn, Nebenleistung)
GAEB-VerarbeitungNicht beworbenX81/X83/X84/X86 sowie PDF und Scans
AngebotserstellungNeinKI-Angebot als DIN-5008-PDF
EinstiegspreisAuf Anfrage nach PräsentationFree 0 € (1 Analyse/Monat), Einzelanalyse 14,99 €, Starter 79 €/Monat
DatenverarbeitungKeine Angabe zur KIKI ausschließlich in der EU, Hosting in Deutschland

Wann ibau die bessere Wahl ist

  • Sie wollen Bauvorhaben vor der Ausschreibung kennen und den Bauherrn oder Planer direkt ansprechen.
  • Private Projekte sind für Sie wichtiger als öffentliche Vergaben.
  • Ihr Betrieb hat einen eigenen Vertrieb, der mit Entscheiderkontakten arbeitet.
  • Sie brauchen kein Werkzeug für die Kalkulation, weil diese in einer bestehenden AVA-Software läuft.

Wann Vergabescanner die bessere Wahl ist

  • Sie bieten auf veröffentlichte öffentliche Ausschreibungen und wollen vom Fund bis zum kalkulierten Angebot in einem Werkzeug bleiben.
  • Sie bekommen GAEB-Dateien oder LV-PDFs und wollen die Positionen nicht von Hand übertragen.
  • Sie erwarten nachvollziehbare KI: jede Aussage mit Beleg im Originaldokument.
  • Sie wollen ohne Termin und ohne Zahlungsdaten testen, ob es für Ihren Betrieb trägt.

Weitere Alternativen im Überblick

  • DTAD ist die breitere Ausschreibungsdatenbank mit Marktdaten und dem KI-Assistent „Frank“; Preise auf Anfrage, Verträge laut AGB in der Regel mit zwölf Monaten Laufzeit. Ausführlich im Beitrag DTAD-Alternative und im direkten Vergleich ibau oder DTAD.
  • Vergabepilot.AI sucht über viele Portale mit KI-Zusammenfassungen; kostenloser Basis-Tarif, keine Kalkulation.
  • Kostenlose amtliche Quellen wie service.bund.de, der Bekanntmachungsservice auf oeffentlichevergabe.de und TED liefern die Bekanntmachungen gratis, ohne Filter nach Gewerk und ohne alles, was danach kommt.

Eine Einordnung aller Werkzeuge in drei Stufen, finden, analysieren, kalkulieren, steht im Beitrag Ausschreibungs-Tools für Handwerksbetriebe im Vergleich.

Fazit

ibau und Vergabescanner lösen verschiedene Aufgaben. ibau ist ein Vertriebsinstrument, das Projekte früh sichtbar macht und Kontakte liefert. Vergabescanner ist ein Bieterwerkzeug, das nach dem Fund weitermacht: Unterlagen lesen, Positionen kalkulieren, Angebot erstellen. Wer beides braucht, kann beides einsetzen; wer vor allem auf öffentliche Ausschreibungen bietet, kommt mit dem zweiten Weg schneller zum Angebot.

Der Free-Tarif von Vergabescanner erlaubt eine vollständige Analyse pro Monat ohne Zahlungsdaten. Laden Sie ein echtes Leistungsverzeichnis aus Ihrem Betrieb hoch und prüfen Sie das Ergebnis gegen Ihre eigene Kalkulation.

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